Bestechung oder Verstärkung? Und ein hocherregter Hund
Neulich auf dem Spaziergang
Ein Mensch Hund Team kommt uns entgegen. Der Hund trabt in hoher Erwartung neben seinem Menschen her, springt immer wieder hoch, der Blick fest auf die Hand gerichtet. Schon von Weitem erkenne ich ein Wurfobjekt mit Schnur.
Ich rufe meine Hunde zu mir und belohne sie fürs schnelle Herankommen.
Ein kurzer Austausch am Wegrand
Der Mensch nähert sich uns mit einem selbstzufriedenen Lächeln. Kurz vor uns hält er seinem Hund das Wurfobjekt hin. Der Hund schnappt zu wie ein Fisch am Haken und hängt für die nächste Minute daran fest. Zerrend, hüpfend, knurrend und zappelnd.
Dann kommt der Kommentar, gönnerhaft serviert: «Sie bestechen Ihre Hunde auch mit Leckerlis. Das habe ich gerade beobachtet.»
Meine zwei Damen stehen entspannt neben mir, während sich der andere Hund weiterhin am Objekt hochfährt und der Mensch sich über unsere «Bestechungsvariante» auslässt.
Kurz über Lerntheorie nachgedacht
Für einen kurzen Moment durchzuckte mich der Impuls, etwas zu Lerntheorie und Methodik zu sagen. Liess ich dann aber bleiben. Da hätte ich ziemlich weit unten anfangen müssen. Zudem muss ich nicht jedes Thema zu meinem machen.
Was mir eher leidtut, ist der hocherregte Hund, der natürlich in keiner Weise gelockt, bestochen oder genötigt wird, bei seinem Menschen zu bleiben.
Achtung: Ironie!
In diesem Sinne:
«Ein Blick auf den Hund sagt oft mehr als jede Diskussion über Methoden.»
Bild: Chat GPT / Text: Bea Koti original
- Aufrufe: 507