Ich gehe dann mal meinen Hund auslasten …
Das tägliche Auslastungsprogramm
Hunde brauchen unbedingt ein Auslastungsmodell, um glücklich und zufrieden zu sein. Heute Dummytraining, morgen Trüffelsuchen, übermorgen Gymnastricks, am Wochenende Social Walk und Familientreffen. Auf keinen Fall soll beim Hund Langeweile aufkommen. Wäre ja schade, die wertvolle Auslastungszeit ungenutzt verstreichen zu lassen.
Hugo, der Powerhund
Hugo, der Liebling auf vier Pfoten, ist immer so aufgekratzt, wenn er nach so einem Hobbyevent nach Hause kommt. Er ist halt noch nicht genug ausgelastet. Deshalb darf er sein Mittagessen in Form eines Futterballes durch die Wohnung schieben. Wie lustig zuzuschauen, mit welcher Vehemenz und Leidenschaft Hugo sich in die Aufgabe hineinbegibt. Er hat halt Power und die muss raus.
Vom Futterball zum Intelligenzspiel
Nach gefühlt fünf Minuten rollt der Ball ohne Inhalt durch die Gegend. Hugo wie ein Turbo hinterher. Um ihn wieder herunterzufahren, holt sein Mensch das Intelligenzspiel aus dem Schrank. Hugo steht bei Fuss, die Augen gross wie Autopneus. Entspannung schaut anders aus.
Was Hunde tun würden – wenn wir sie liessen
Lassen wir Hugo an dieser Stelle alleine mit seinem Spiel und hoffen, dass er danach endlich in Ruhe gelassen wird von seinem Menschen. Ich frage mich tatsächlich, was die armen Hunde denn so täten, wenn sie einfach mal einen Tag ohne Auslastung hätten. Sie würden sich vermutlich aus lauter Verzweiflung auf den Boden werfen und ihren Menschen anflehen, doch endlich die Dummytasche zu packen.
Wie krass wäre das, wenn ein Hund auf eigene Ideen käme. Also solche Hundeideen wie chillen, abhängen mit Hundefreunden, Löcher buddeln, die Nachbarskatze auf den Baum jagen, an der Sonne liegen und dösen, sich ein Bachbad gönnen, den Garten ablaufen oder einen Karton zerfetzen. Auf so dumme Ideen würde er sicher nur mangels Auslastung kommen.
Ab sofort wird das Programm heraufgefahren!
(Ironie off!)
«Vielleicht darf Hugo morgen einfach mal … nichts tun.»
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