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1000 Kilometer Autofahrt Richtung Norden beginnen mit dem ersten Schritt

Reisebericht über einen Hund, für den Autofahren lange Zeit eine Katastrophe war
(Geschrieben von Patricia, Besitzerin und Weggefährtin von Grappa).
 
Es gibt auch eine Podcastfolge zu Grappa, in der Patricia über ihr Leben mit einem hochsensiblen Hund spricht: Teil 3 in Talk mit Bea:
 
Mit Grappa 1000 Kilometer Richtung Norden, Autorin Patricia
 
So ein Bild hatte ich mir vorgestellt, als ich die Reise plante: Grappa, der glücklich und mit einem Lachen im Gesicht am Strand entlangläuft. Das Bild wurde tatsächlich real.
 
Ein fröhlicher Hund, der in unendlicher Weite herumtoben kann. Der Neues kennenlernt, wachsen kann und sich auch auf einer Ferienreise sicher und geborgen fühlt.
 
Es brauchte etwas Mut, diese Reise anzutreten
Grappa ist ein Lagotto-Rüde, dreijährig. Die meiste Zeit seines jungen Lebens erfüllte ihn Autofahren mit Angst, Panik, Verweigerung, es bewirkte ein In-die-Leine-hängen, Weg-vom-Auto-wollen, Hecheln, Zittern, Sich-verstecken, alles machte er durch.
 
Er fürchtete sich vor dem Transport, aber auch vor dem unbekannten Ziel. Grappa, hochsensibel, ist ein Homebody (Stubenhocker, Reisemuffel), dazu ängstlich und immer voller Sorgen.
 
Das Leben war kompliziert. Mensch-Hund Coach Bea Koti (www.beakoti.ch) stand uns mit viel Fachwissen, Empathie und Engagement zur Seite:
 
Ein durchdachtes Training und viel Ausdauer brachten uns weiter
Eine Fülle von Übungen führte Grappa wieder angstfrei in die Nähe des Autos
Ich war schon glücklich, wenn er im Auto Gudis suchte, erst mit offenen Türen, dann eine Türe schliessen, dann zwei, schlussendlich zwei Minuten fahren …
Wichtig war auch Beas Rat, nur richtig hundegrossartige Ziele anzufahren. Tierarzt und Hundecoiffeuse waren gestrichen.
 
Kleinschrittiges, achtsames Planen und Aufbauen waren die Zauberwörter
 
Es wirkte … Nach Monaten intensiven Trainings sprang Grappa ohne zu zögern ins Auto, kurze Fahrten waren wieder möglich und erleichterten den Alltag.
 
Langsame Steigerung der Anforderungen
Sehr langsam steigerten wir die Dauer. Mussten wir zum Tierarzt, parkierte ich weit entfernt, damit er das Unangenehme wie den Tierarztbesuch nicht wieder mit dem Auto verknüpft.
 
Ein weiterer Meilenstein war, als Grappa anfing, das Auto als Schutzraum zu erleben. Einmal wollte er, als es stark regnete, nicht aussteigen. Bald hat er sich hingelegt, ganz wenige Male ist er sogar eingeschlafen.
 
Kann ich meinem Hund vertrauen? Wie sicher ist das Verhalten bereits aufgebaut?
Nun wusste ich, es liegt wieder mehr drin. Aber kann ich meinem Hund vertrauen? Wie gehe ich mit Rückschlägen um? Die gab es natürlich auch! Was ist, wenn der ganze Stress wieder von vorne beginnt?
 
Veränderung bedeutet Wachstum
Schon längst habe ich eingesehen und erfahren, dass das Einlassen auf Grappa, die enorme Liebe, mich verändert.
Das Zusammenleben mit dem Hund ermöglicht mir Veränderung. Wir können gemeinsam wachsen, liebevoll, langsam, vorsichtig und behutsam.
 
Mit tiersystemischem Coaching bot mir Bea zusätzlich die Möglichkeit, Grappas Ressourcen fein herauszuarbeiten und mich mit meinen Ressourcen zu verbinden.
 
Zweifel gehören zum Lernen dazu
Dann und wann sind wieder Zweifel aufgetaucht, aber sie waren nicht mehr schlafraubend. Ich habe mich mit dem Bild vom glücklichen Grappa am Strand verbunden und Vorfreude zugelassen.
 
Wir reisten mit einem durchwegs kooperativen, geduldigen Hund in den Norden.
Er war nicht ganz ohne Stress, aber er ist nicht mehr so «nachtragend» und kann sich besser entspannen. Unsere Ferien waren unglaublich schön und bereichernd!
 
Danke, Bea!
 
***
 
Danke an dich, liebe Patricia, für dein enormes Engagement, deine Liebe zu Grappa und deine Bereitschaft, kleine Schritte zu gehen. Danke an Grappa, dass er sich immer wieder auf neue Situationen einlassen kann und so mutig vorwärtsgeht. Ich wünsche euch von Herzen viele weitere kleine und grosse Erfolge auf eurem gemeinsamen Weg.
 
Herzlich! Bea
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