Steadyness in der Dummy-Arbeit fällt nicht vom Himmel
Was ist die Grundlage für die Dummy-Arbeit? Steadyness!
Eigentlich dachte ich immer, das sei «Steadyness». Noch bevor der Hund ein Dummy durch die Gegend trägt. Also zuerst sortiert und in der Ruhe konzentriert sein, wenn sich etwas im Aussen bewegt.
Unter Steadyness verstehe ich nicht, dass der Hund angeleint und festgetackert an Ort und Stelle bleibt und sich dabei fiepend und winselnd oder sogar kläffend nicht mehr regulieren kann.
Mein Verständnis von Steadyness ist definitiv ein anderes. Für mich ist ein Hund «steady», wenn er auch unter mehr Intensität in der Ruhe bleiben kann. Wenn es ihm gelingt, das Geschehen um ihn herum mit einer gewissen Gelassenheit zu beobachten um trotzdem im Kopf konzentriert dabei zu sein. Und er ist nie «ready to go» bevor er «steady» ist.
Ohne diese Grundlage würde ich mit meinen Hunden nicht in eine Gruppe gehen, sondern zuerst einmal mit dem Hund gemeinsam mit weniger Ablenkung lernen, wie man aus der Ruhe heraus eine angepasste Dummy-Aufgabe lösen kann.
Aufregung hat nur sehr entfernt etwas mit Motivation zu tun
Erstaunlich finde ich jeweils, dass der Mensch Aufregung mit Motivation gleichsetzt. Je aufgeregter der Hund, desto mehr «Trieb» höre ich immer wieder. Trieb? Jagdtrieb? Dummytrieb? Apportiertrieb?
Erstaunlich finde ich jeweils, dass der Mensch Aufregung mit Motivation gleichsetzt. Je aufgeregter der Hund, desto mehr «Trieb» höre ich immer wieder. Trieb? Jagdtrieb? Dummytrieb? Apportiertrieb?
Wäre ein menschlicher Sportler so «triebig», würde man ihm mit Sicherheit autogenes Training empfehlen, um sich zuerst zu regulieren. Stell dir einen Tennisspieler vor, der völlig hyperig auf dem Court steht. Kein Schlag würde ihm gelingen.
Fiepende und bellende Hunde warten alles andere als «steady» auf ihren Einsatz
Die Retriever-Gruppe, welche wir kürzlich auf einem Spaziergang angetroffen haben, war schon von weitem zu hören. Fiepende und bellende Angehörige der kleinsten Retriever-Rasse. Alle top ausgerüstet mit Westen und stramm gespannten Retrieverleinen. Bei jedem Hund, der rannte, steigerte sich die Erregung in der Gruppe.
Die Retriever-Gruppe, welche wir kürzlich auf einem Spaziergang angetroffen haben, war schon von weitem zu hören. Fiepende und bellende Angehörige der kleinsten Retriever-Rasse. Alle top ausgerüstet mit Westen und stramm gespannten Retrieverleinen. Bei jedem Hund, der rannte, steigerte sich die Erregung in der Gruppe.
Offenbar hat das niemanden weiter gestört oder erstaunt. Hauptsache, die Hunde rennen wie der geölte Blitz mit dem Dummy im Fang.
In diesem Sinne:
«Wir üben Dummy lieber ruhig und mit Kopf. Ist auch viel gesünder für den Hund.»
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