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Der jetzige Moment ist in der nächsten Sekunde bereits Vergangenheit

Die Gegenwart ist wie ein Punkt auf einem Zeitstrahl
Welches Gefühl entsteht in dir, wenn du die vergangene Woche Revue passieren lässt? Bist du froh, dass die vielleicht eher anstrengende Woche vorbei ist, oder hätte sie nach deinem Empfinden und Erleben noch ewig dauern dürfen?

Hast du auch schon darüber nachgedacht, dass bereits im nächsten Moment die Gegenwart schon wieder vorbei ist? Wir können nichts festhalten, auch wenn wir das immer wieder versuchen, indem wir es aufschreiben, darüber reden oder den Augenblick fotografieren oder filmen. 

Der Moment lässt sich nicht festhalten
In der Sekunde, in der du auf den Auslöser drückst, wird die Szene zur Vergangenheit. Was bleibt, ist ein Foto, ein Video oder ein Text, den du immer wieder anschauen oder lesen kannst. Indem du dich mit dem jeweiligen Medium verbindest, holst du eine Idee des Erlebten zurück in dein emotionales Bewusstsein. 

Unser Gedankenkino läuft und läuft
Es können auch deine Gedanken sein, welche dich immer wieder in die unmittlebare Vergangenheit zurückführen. Wenn du eine anstrengende Woche hinter dir hast, sind deine Gedanken vielleicht mit einer Schwere behaftet. Du wiederholst im Kopf immer wieder eine unangenehme oder belastende Situation und kannst dich nicht daraus lösen. Vermutlich hast auch du dich schon auf dieses Gedankenkarussell gesetzt und den Stoppknopf nicht gefunden. 

Dann gibt es die anderen Momente, die mit einem Gefühl der Freude und des Wohlfühlens verbunden sind. Momente, die du am liebsten festhalten möchtest, weil sie sich so gut angefühlt haben. Momente, in denen du mit dir und mit allem verbunden bist, was gerade ist. 

Lohnt es sich, Lebenszeit zu verschwenden
Wir dürfen uns immer wieder die Frage stellen, ob es sich lohnt, so viel Lebenszeit zu verschwenden für etwas, das bereits hinter uns liegt. Wir Menschen neigen dazu, dem Schweren oft mehr Gewicht zu geben als dem Leichten. Möglicherweise, weil das Leichte dezenter daherkommt, oft nur wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, und sich das Schwere manchmal wie eine klebrige Schicht über unser Denken und Fühlen legt.

Die Kunst, ganz präsent zu sein
Es ist eine grosse Kunst, im Hier und Jetzt zu leben. Wir brauchen Strategien, um uns immer wieder darauf zu besinnen und um ganz präsent zu sein. 

In der Zen-Meditation gibt es den «Stock des Erwachens», genannt Keisaku, welcher mit einem Schlag auf den Schulterbereich des Praktizierenden Energiepunkte stimuliert, damit dieser wieder frisch und ganz gegenwärtig im Augenblick sein kann. 

Wir haben das Glück, unser Leben mit unseren Hunden zu teilen. Die Hunde sind unsere «Keisakus» auf vier Pfoten. Sie berühren uns mit ihrer Präsenz und führen uns immer wieder hin zum Wesentlichen. 

In diesem Sinne:
 

«Für die kommende Woche wünsche ich uns allen viele solcher Momente des WachSEINS.»

 

 

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